03.07.2018 – „Blumenernte“ –
Da traut sich jemand aus dem Wald – zum Glück sehen meine Blumen ohne Blüten noch viel schöner aus…
Da traut sich jemand aus dem Wald – zum Glück sehen meine Blumen ohne Blüten noch viel schöner aus…
Die Sonne lacht vom Himmel – ein Traumtag, aber wir sind trotzdem alle traurig. Unser Pfau Franz Josef ist heute ganz plötzlich verstorben. Gestern ist er noch vorm Hofladen gestanden und hat die Teilnehmer vom Kochkurs begrüßt … Bei den vielen Tieren, die bei uns am Hof schon ein zu Hause gefunden haben, ist ein Kommen und Gehen sicher ganz normal – aber das Abschied nehmen fällt mir trotzdem jedes Mal sehr schwer.
Wie meine Familie wahrscheinlich mit sehr energischem Kopfnicken bestätigen würde – ich bin ein großer Fan von ‚lass mal, ich kann das alleine, danke!‘ Eine unserer ersten Investitionen war also ein eigener Traktor – natürlich in kleinem Stil, sodass er auch als ‚großer Rasenmäher‘ durchgehen würde. Aber er hat seinen Zweck bisher super erfüllt und ich fahre mit Strohhut meine Runden. Wiese schneiden – check. No problem. Wiese wenden – …naja. Beim ‚kreiselheigen‘ (zu Deutsch: kreiselheuen, also ganz vereinfacht – Heu wenden) bin ich an die Grenzen meines ‚ich kann das alleine‘ gestoßen; das ist mir spätestens in dem Moment klar geworden, als mich der ‚Kreiselheuer‘ plötzlich beim bergabfahren links überholt hat. Und für alle, die damit auch nicht so viel am Hut haben – nein, das soll nicht passieren. Ein Telefonat später stand dann – im wahrsten Sinne – große Unterstützung vor der Tür und die Arbeit, für die ich Stunden gebraucht hätte, war in kurzer Zeit erledigt. Alles, was die Wiese hergegeben hat, steht jetzt schön verpackt in Form von drei Heuballen bei …
Mit meinen Mädels und dem Hahn versteh‘ ich mich ja bestens – der Hühnerstall und ich allerdings, das war von Anfang an eine holprige Beziehung. Mal hat dies nicht gepasst, dann musste jenes wieder repariert werden… Und ein konstantes Problem ist immer geblieben – Milben. Ich bin die lästigen Viecher einfach nicht losgeworden. Bis es mir dann endgültig gereicht hat – wo ‚Pickingham Palace‘ draufsteht, darf kein Ungeziefer wohnen! Ich also den ganzen Stall plus Federvieh ausgeräumt und ausquartiert und den vier Wänden über Nacht ein ordentliches Schädlings-Detox verpasst. Und weil sich die Biester im Holz eingenistet haben, musste da auch eine andere Lösung her – und mit Mörtel, Ziegelgewebe und Sitzstangen aus Eisen werden wir dem Namen ‚Pickingham Palace‘ endlich gerecht.
Und ich muss nicht einmal ins Erdbeerland fahren…
Ich hoffe, Franz Josef ist mit meinem Sortiment zufrieden. Er hat mir auch etwas im Hofladen hinterlassen – war aber kein Geld….
Eigentlich wollte ich ja unsere Ribisl noch nicht ernten – sind ja auch noch grün… da sind aber einige anderer Meinung
Begeisterung sieht anders aus .. Wenn Daniel mit seiner Schermaschine um die Ecke biegt, sind nicht nur meine Alpakas froh, wenn’s wieder vorbei ist – aber ein paar Stunden und 22 kg „Alpakapelz“ später ist die Welt schon wieder in Ordnung, und ohne den dicken Winterpelz schmeckt das Gras auch gleich viel besser!
Das erste Mal fast solide Nahrung … und dabei haben wir auch gleich gelernt, dass wir nicht unbedingt mit dem Kopf voran in die Futterschüssel eintauchen müssen, um satt zu werden – GEHT DOCH!
Lange hat’s gedauert, bis wir die beiden ‚Stubenhocker‘ Franz-Josef und Sissi endlich davon überzeugen konnten, dass die Welt größer ist als unser Hühnerstall…